Zahlen zum Rauchen

Statistik

  • In Deutschland raucht jeder 3. Erwachsene! (Altersgruppe 18-59 Jahre) Repräsentativbefragung 2001.
  • Fünf von sechs Rauchern rauchen täglich. Jeder 6. Raucher gehört mit einem täglichen Konsum von 20 oder mehr Zigaretten zur Gruppe der starken Raucher.
  • Fast 40% der Kinder und Jugendlichen (Altersgruppe 12-25 Jahre) bezeichnen sich als gelegentliche oder ständige Raucher. 80% dieser Altersgruppe haben zwischen dem 11. und 16. Lebensjahr ihre erste Raucherfahrung gemacht. Jeder zehnte jugendliche Raucher war beim Konsum der ersten Zigarette jünger als 11 Jahre.
  • Im Lauf der Adoleszenz nimmt die Raucherquote stark zu. Sie liegt bei den 12 bis 13 - Jährigen bei 10%, bei den 14 bis 15- Jährigen bereits bei 30% und steigt bei 16 bis 17- Jährigen noch einmal sprunghaft auf 44% an. Der durchschnittliche Zigarettenkonsum wächst mit steigendem Alter ebenfalls an.
  • Während erwachsene Männer deutlich häufiger als Frauen rauchen, haben sich die geschlechtsspezifischen Raucherquoten bei Jugendlichen weitgehend angeglichen.

Tabakbedingte Morbidität und Mortalität

  • Rauchen ist der bedeutsamste einzelne Risikofaktor für zahlreiche chronische Krankheiten (Herz-Kreislauf-Krankheiten, Krebs, chronische Lungenerkrankung).
  • 90% aller Lungenkrebsfälle sind auf das Rauchen zurück zu führen. Daneben besteht ein ursächlicher Zusammenhang mit weiteren Krebserkrankungen (z.B. Mund, Rachen, Kehlkopf, Speiseröhre, Magen, Bauchspeicheldrüse, Leber, Harnblase).
  • Das Lungenkrebsrisiko für Ehepartner von Rauchern ist bei Frauen um 20%, bei Männern um 30% erhöht. 400 Lungenkrebs-Todesfälle pro Jahr sind auf passives Rauchen zurück zu führen.
  • Mütterliches Rauchen während oder nach der Schwangerschaft kann zu langfristigen und teilweise irreversiblen Schäden führen wie plötzlicher Kindstod, Spontanabort, niedriges Geburtsgewicht.
  • Passivrauchen erhöht bei Kindern das Risiko von akuten und chronischen Entzündungen der unteren Atemwege.

Ökonomische Daten zum Tabakkonsum

  • In Zigaretten werden nachweislich 1,4% der gesamten Lohnkosten in Deutschland investiert.
  • Durch das Rauchen werden in Deutschland pro Jahr mindestens 1,5 Millionen Jahre Lebenserwartung zerstört.
  • Tabakbezogene Gesundheitsleistungen beliefen sich 1993 auf 17,5 Milliarden Euro. Unter Einbeziehung indirekter Kosten (z.B. Arbeitszeitausfall) erhöhen sich diese Kosten auf 29 bis 44 Milliarden Euro.

Quelle:
Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg:
Gesundheit fördern - Tabakkonsum verringern:
Handlungsempfehlungen für eine wirksame Tabakkontollpolitik in Deutschland. 1. Auflage 2002