Rauchen als Ursache von Herzkreislauferkrankungen

Diagramm zur Häufigkeit von Herzkreislauferkrankungen

Aktives und passives Rauchen ist die Ursache für zahlreiche Gefäßerkrankungen, die zur Ausbildung von Herzerkrankungen, Schlaganfall und Durchblutungsstörungen an diversen Organen führen. In der Europäischen Union verursacht das Tabakrauchen den durch Gefäßerkrankungen bedingten Tod von einer Stadt in der Größe Kölns, in Deutschland sterben jährlich 70.000 bis 80.000 Menschen.

Verursachende Faktoren

Neben Nikotin kommen für die Arterienveränderungen, die dann zu den oft tödlichen Komplikationen führen, vor allem Kohlenmonoxid, Stickoxide und Kohlenwasserstoffe in Frage, die sich im Rauch befinden. Auch Schwermetalle, Benzol, Formaldehyd und Nitrosamine sind wahrscheinlich für die Entstehung von Gefäßkomplikationen verantwortlich.

Die Schadstoffe gelangen beim Rauchen ber die Lungen in den Blutkreislauf. Dort bewirken sie sehr schnell, dass sich die Gefäße verengen, der Blutdruck und die Herzschlagfolge steigt an. Durch das erhöhte Kohlenmonoxid verschlechtert sich das Sauerstoffangebot, die Fließeigenschaften des Blutes und die Durchblutung der Organe, die von den Gefäßen versorgt werden, nimmt ab. Dies kann direkt zur Verengung der Herzkranzgefäße (Symptom Herzschmerz oder Infarkt) oder zur Engstellung der Arterien an den Armen und Beinen führen (Symptom kalte Hände und Füße).

Gefäßkalk

Die Stoffe des Tabakrauchs führen zu einer chronischen Arterienverkalkung, die, wenn sie einmal besteht, nicht mehr rückgängig zu machen ist. Eine erhöhte Bildung von Sauerstoffradikalen schädigt die Zellen der Arterieninnenwand. In die lädierte Wand lagern sich Fette und später Kalk ein. Dadurch entstehen die so genannten Plaques. Gefäßkalk Gefäßeinengung durch Gefäßkalk (Plaque) Die Folgen sind Einengung der Gefäße (Stenosen), die wiederum zu Verschlüssen führen können. An die Plaques der Arterieninnenwand lagern sich Blutplättchen an, welche zu Blutgerinnseln - Thromben und Embolien - führen können und dadurch komplette Gefäßverschlüsse auslösen. Besonders stark ist dieser Effekt bei zusätzlichen Risikofaktoren wie Diabetes, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen, die den Prozess der Arteriosklerose fördern.