Lungenkrebs

Jährlich erkranken in Deutschland 28.200 Männer und 8.900 Frauen neu an Lungenkrebs. Er ist beim Mann mit 26,4 % die häufigste Krebstodesursache, bei der Frau mit 8,6 % die dritthäufigste. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 67 Jahren. Bei Männern ist in über 90 % die Lungenkrebserkrankung dem Rauchen zuzuschreiben.

Bei Männern ist seit 20 Jahren die Inzidenz konstant mit einem beginnenden rückläufigen Trend. Bei den Frauen steigt die Inzidenz mit einer jährlichen Zuwachsrate von etwa drei Prozent an.

Mit einer relativen 5-Jahre-Überlebensrate von etwa 9 % bei Männern und 17% bei Frauen gehört der Lungenkrebs zu den prognostisch ungünstigsten Krebsformen.

Lungenkrebs entsteht vorwiegend in den zentralen Bronchialabschnitten, wo sich die Teerprodukte des Rauchens in besonders hoher Konzentration niederschlagen. Bei einem zunächst vorwiegend lokalen Wachstum können sie die Belüftung der nachgeschalteten Lungenabschnitte und damit die Aufnahme von Sauerstoff und die Abgabe von C02 behindern.

Nach Entstehung von zunächst wenigen Krebszellen durch jahrelange Dauerreizung und chronischer Entzündung ist der weitere Krankheitsverlauf rasch. Es kommt zu einer Metastasierung in die angrenzenden Lymphknoten und zu einer systemischen Metastasierung insbesondere in die Lunge selbst und die angrenzende Pleura, in Knochen, Leber und Gehirn.

Lungenkrebs

Bei einer Metastasierung in die Lunge und die Pleura steht im Vordergrund der Beschwerden anhaltender Husten sowie die Behinderung der Atmung. Bei einer Metastasierung in die Knochen treten häufig Schmerzen auf, außerdem pathologische Frakturen, die die Mobilität behindern. Bei Lokalisation der Wirbelsäule kann es zu Lähmungen kommen. Bei Metastasierung in die Leber tritt eine allgemeine Hinfälligkeit und Schwäche auf. Eine Metastasierung ins Gehirn kann zu Wesensveränderungen, Lähmungen und Krämpfen führen.

Wegen der frühzeitigen Metastasierung kann nur ein kleiner Teil der Patienten mit dem Ziel der Heilung operiert werden. Bei dem größeren Teil der Patienten kann nur eine Chemotherapie in Kombination mit Bestrahlung durchgeführt werden mit dem Ziel, die tumorbedingten Beschwerden zu lindern und die verbleibende Lebenszeit zu verlängern und zu verbessern.