Krebserkrankungen von Mund und Rachen

Bösartige Neubildungen des Gaumens, der Zunge, des Mundbodens und der Lippen, des Rachens und des Kehlkopfes sind mit 7.200 Neuerkrankungen bei Männern etwa dreimal so hoch wie bei Frauen. Das mittlere Erkrankungsalter der Männer liegt bei 57,5 Jahren, der Frauen bei 63 Jahren.

Heiserkeit, Schluckstörungen und Fremdkörpergefühl sind erste Symptome. Hauptrisikofaktoren für die Entstehung ist der Tabakkonsum. Das Risiko erhöht sich durch gleichzeitigen Alkoholkonsum.

Seit den 70er Jahren nehmen Krebserkrankungen des Mund- und Rachenraumes in Deutschland kontinuierlich zu. Diese Entwicklung betrifft beide Geschlechter.

Die 5-Jahre-Überlebensrate beträgt bei Männern 43 %, bei Frauen 56 %. Der durchschnittliche Verlust an Lebenserwartung für den Mundhöhlenkrebs beträgt bei Männern und Frauen 10 Jahre, für den Krebs im Rachenraum bei Männern 15, bei Frauen 11 Jahre.

Die Beeinträchtigungen und Behinderungen sind sehr unterschiedlich, je nachdem welche der dicht beieinander liegenden, unterschiedlichen Strukturen betroffen sind.

Kehlkopfkrebs

Während Tumore an den Stimmlippen durch Heiserkeit früh erkennbar und dann in kurativer Zielsetzung operativ zu behandeln sind, werden Tumore im Zungengrund- und Gaumenbereich häufig lange verschleppt und sind dann durch operative Verfahren nicht mehr zu heilen. Kombinierte Behandlungsverfahren mit Strahlen- und Chemotherapie vermögen die Rate der noch kurativ zu operierenden Patienten zu erhöhen, die Langzeit - Nebenwirkungen dieser Therapieverfahren sind jedoch erheblich. Durch Verlust des Kehlkopfes geht das normale Sprachvermögen verloren. Bei Lokalisation in der Mundhöhle kann Schluck- und Sprachvermögen unterschiedlich beeinträchtigt sein.

Tumore des Kopf- und Halsbereiches wachsen vorwiegend lokal bzw. regional unter Einbeziehung der angrenzenden Lymphknoten, während eine Metastasierung in weitere Organe erst in Spätstadien auftritt, die insgesamt weniger häufig ist, so dass die lokalen Tumorfolgen im Vordergrund stehen. Der Leidensdruck durch Behinderung von Sprache, Nahrungsaufnahme und Atmung sowie Veränderung der Kosmetik ist oft erheblich.