Einmal Raucher,
"immer Raucher"

Das Nichtraucherverhalten im Jugendalter erhöht stark die Wahrscheinlichkeit für das Nichtrauchen als junger Erwachsener und danach für das Nichtrauchen im Erwachsenenalter. Je früher aber der Rauchbeginn im Kindes- und Jugendalter einsetzt, umso wahrscheinlicher ist es, als junger Erwachsener zu rauchen. Auch das Experimentieren im Jugendalter lässt das Risiko des späteren regelmäßigen Gebrauchs ansteigen. Schon die Absicht zu rauchen hat einen hohen Vorhersagewert für das spätere Zigarettenrauchen. Neben der Intention und dem Experimentierkonsum werden weitere verhaltensbezogene Faktoren mit dem Rauchen in Verbindung gebracht. Kinder und Jugendliche mit Raucherfahrung werden z.B. allgemein als risikobereiter gegenüber ihren nichtrauchenden Altersgenossen beschrieben.

Tabak ist häufig die erste Substanz mit Suchtpotential, mit der Kinder und Jugendliche ihre Erfahrungen machen. Die Graphik zeigt das Durchschnittsalter des erstmaligen Konsums der jeweiligen Substanz. über 50 % der späteren Raucher machen ihre ersten Raucherfahrungen bis zum 15. Lebensjahr. In der Altersspanne vom 15. bis 17. Lebensjahr sinkt die Einstiegsquote beim Rauchen auf 38 %, in den Alterstufen danach auf unter 10 %.

US-amerikanische Schätzungen gehen auf der Grundlage bisheriger Untersuchungen davon aus, dass Jugendliche, die im Alter zwischen 16 und 17 das Rauchen beginnen, sehr viele Jahre benötigen, um das Rauchen wieder aufzugeben. Das mittlere Alter für die Aufgabe des Zigarettenkonsums liegt bei den rauchenden Männern bei 33 Jahren und bei den rauchenden Frauen bei 37 Jahren.

Bei einem täglichen Konsum von mehr als 10 Zigaretten im Alter von 16 bis 17 Jahren liegt die Wahrscheinlichkeit bei nahezu 100 %, auch mit 19 bis 20 Jahren noch zu rauchen.